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Verein für Heimatpflege e.V. Viersen

Gegr. 1956

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Nachrichten 2019


Jahreshauptversammlung - Verein für Heimatpflege wächst stetig

Mit aktuell 1230 Mitgliedern sei der Verein für Heimatpflege Viersen inzwischen einer der größten Heimat- und Geschichtsvereine der Region und er verzeichne einen stetigen Zuwachs, teilte Vorsitzender Dr. Albert Pauly bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen Donnerstag mit. Rund 80 Mitglieder verfolgten in der Villa Marx seinen Jahresbericht, der gespickt war mit Informationen zu den vielfältigen Aktivitäten in 2018. Mehr als 40 Veranstaltungen hat der Verein angeboten, zwei Ausstellungen im „Viersener Salon“, viele Filmvorführungen im „Cinema Villa Marx“, Führungen zur Stadtgeschichte und zur Skulpturensammlung Viersen, Konzerte und Lesungen, Exkursionen und Radtouren. Insgesamt 5971 Besucher nahmen diese Angebote wahr. Allein 1346 sahen die Ausstellung „Viersen, Du alte Weberstadt“. Auch die erst im Dezember eröffnete Ausstellung „Stadtgeschichte in Bildern“, habe sich bereits zum Publikumsrenner entwickelt, berichtete Pauly. Nach knapp drei Monaten zähle sie bereits 1300 Besucher. Der Viersener Salon sei inzwischen in das Netzwerk der Rheinischen Museen aufgenommen worden.
Als Verdienst des Vereins wertete der Vorsitzende die Erweiterung der Skulpturensammlung Viersen um die Skulptur „Zirbel“ von Gereon Krebber. Der Abriss der Siedlung „Hammer Schanze“ sei auf Intervention des Vereins abgewendet und als Boden- und Bau-Denkmal anerkannt worden. Eines der künftigen Ziele sei es, den Bismarckturm – zusammen mit der Stadt und dem neuen Vorstand des Viersener Verschönerungsvereins – wieder zugänglich zu machen. Zudem solle versucht werden, die verloren gegangene Attraktivität der Viersener Wochenmärkte in einem Gespräch mit der Stadt und den Händlern wiederherzustellen.

Der Leiter des Arbeitskreises „Stadtfotos“, Frank Brüggen, stellte an Hand von 30 bisher noch unveröffentlichten Fotos das in Vorbereitung befindliche neue (inzwischen zweite) Buch über Rintgen vor. Die Geschichte des Kaufhauses Katzenstein hatte Beatrix Wolters bis nach Trier geführt, wo sie den letzten Nachfahren des jüdischen Kaufhausbesitzers, Gerd Voremberg, besuchte. Von ihm erfuhr sie bisher Unbekanntes über das Schicksal der Familie und konnte Einblicke in private Dokumente nehmen.
Gunnar Schirrmacher gab eine Vorschau auf das Buch „Heimatfront - Der Erste Weltkrieg und seine Folgen für Dülken" (1914 – 1926), an dem er derzeit arbeitet.
Die Leiterin des Arbeitskreises „Familienkunde", Ramona Vahle-Bonsels, berichtete über den aktuellen Stand der Arbeiten zu den Viersener Höfen, zum Einwohnerverzeichnis Dülken und zur Ahnenforschung. Gerade zu Letzterem sei das Interesse in der Bevölkerung enorm hoch. Es gebe eine Unmenge Material auszuwerten, sagte Vahle-Bonsels. Und: „Wir würden uns über neue Mitarbeiter sehr freuen.“
Finanziell sei der Verein gut aufgestellt, belegte Georg Neuefeind in seinem Kassenbericht. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig. Für Jonas Hopp, der auf eigenen Wunsch ausgeschieden war, wurde Ulrike Stolte neu in den Vorstand gewählt. (bj)

Frank Brüggen zeigte bei der Versammlung bisher unveröffentlichte Fotos aus dem Rintgen. Hier das Lyzeum an der Hauptstraße 135 zwischen der Löwenapotheke und dem Textilhaus Katzenstein mit Blickrichtung Gladbacher Straße um 1915. Foto: Kreisarchiv


Geburtstags-Spenden etc. zu Gunsten des Verein für Heimatpflege Viersen bzw. der "Skulpturensammlung Viersen"  -   Rheinische Post v. 09.06.2016
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