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- Jahreskarte 1989

Bild:
Konrad Kramer, Chorpult,
Darstellung: Maria mit dem Christusknaben auf einer Mondsichel, Eiche, Kempen, 2.Hälfte des 19.Jahrhunderts,
Foto: Landesbildstelle Rheinland

Jahreskarte 1989 als

KONRAD KRAMER    1835-1917

Bei dem Kölner Bildhauer und Restaurator Christoph Stephan wurde Konrad Kramer zum Holzschnitzer und Polychromeur ausgebildet. 1856 siedelte er nach Kempen über, um dort die Altäre der Probsteikirche zu restaurieren. In der Folgezeit gründete er mit seinem Bruder Friedrich in Kempen eine "Werkstatt für christliche Kunst", in der zeitgemäße historisierende Kunstwerke entstanden.
Konrad Kramer gründete 1889 den "Kunst- und Altertumsverein", dessen im Laufe der folgenden Jahrzehnte entstandene Sammlung zur niederrheinischen Kunst- und Kulturgeschichte den Grundstock zur Einrichtung des Kramermuseums in Kempen bildete. Kramers Privatsammlung wurde nach dessen Tod ebenfalls integriert. Heute zeigt das Kramermuseum in Kempen schwerpunktmäßig Möbel, Hausgerät, Keramik, Glas sowie Metallobjekte aus der bürgerlichen Wohnkultur des Niederrheins vom 14. - 19. Jahrhundert. Seit 1979 beherbergt die angrenzende Paterskirche das "Museum für Niederrheinische Sakralkunst" mit den Schwerpunkten Skulptur (14. - 19. Jahrhundert), kirchliches Gebrauchsgerät (Gold- und Silberschmiedekunst des 15. - 20. Jahrhunderts), Kirchentextilien und mittelalterliche Buchkunst.