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- Jahreskarte 1992

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Das Gedicht wurde dem bibliophilen Buch "Albert Vigoleis Thelen, Gedichte", dem 2. Druck der Edition Brigitte Fiethen-Müller, Viersen 1990, entnommen.

Jahreskarte 1992 als

    ALBERT VIGOLEIS THELEN   -  Lebensdaten
zusammengestellt von Dr. Leo Fiethen
1903 Geburt am 28. September als Sohn von Louis und Johanna Thelen (geb. Scheifes) in Süchteln/Niederrhein.
Brüder Ludwig (1901-1973, mit ihm umfangreicher Briefwechsel), Joseph (1902-1974) und Julius (1913-1999).
Der Vater ist Buchhalter, später Prokurist
1909 - 1913 Volksschule in Süchteln.
1913 -1 918 Humanistisches Gymnasium der Stadt Viersen.
1919 - 1920 Schlosserlehre in der Süchtelner Weberei Ling & Duhr.
1922 - 1924 Textilfachschule in Krefeld
1925 - 1928 Beginn des Studiums mit "Kleiner Matrikel" in Köln.
Immatrikulationsdatum: 30. Oktober 1925. Fächer: Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte.
1926 Fortsetzung der Studien in Münster. Zusätzliche Fächer: Zeitungswissenschaften und Niederländische Philologie.
1927 "Süchtelner Stadtlied" (Frühester erhaltener Text, publiziert 1928)
1928 Mitarbeit auf der Internationalen Presseausstellung "Pressa" in Köln als Assistent von Prof. Karl d'Ester. Hier erste Begegnung mit seiner späteren Frau Beatrice Bruckner aus Basel
1928 - 1931 Tätigkeit auf der Geflügelfarm (Sassenfeldhof in Süchteln, Haus Waldesruh) des Bruders Joseph. Bemühungen um erste literarische Veröffentlichungen.
1929 Erste nachweisbare Veröffentlichung über den Maler Hermann Schmitz unter dem Titel "Versuch einer Deutung" vom 12. September in "Vereinigte Dreistädte-Zeitung (Viersen, Dülken, Süchteln).
1930 Erste literarische Veröffentlichung unter dem Titel "Sargmacher Quirinus" (Novelle) in Der Türmer . Heft 10, S.303-309.
1931 - 1936 Aufenthalt auf Mallorca. Weitgehend in der "Insel des zweiten Gesichts" dokumentiert.
1934 Erste Besprechung deutscher Exilliteratur unter dem Pseudonym Leopold Fabrizius am 28. Februar in der niederländischen Zeitung Het Vaderland (Den Haag). Heirat mit Beatrice Bruckner in Barcelona.
1935 Tod des Vaters am 4. November. Beginn des Briefwechsels mit Teixeira de Pascoaes
1936 - 1939 5. Oktober Flucht vor den spanischen Falangisten über Frankreich (Marseille) in die Schweiz (Basel). Dort Nachstellungen der Gestapo.
1937 Im Sommer Umzug nach Auressio/Tessin. Teixeira de Pascoaes: "Paulus. De dichter Gods" (Übersetzung ins Niederländische in Zusammenarbeit mit Hendrik Marsman).
1938 Teixeira de Pascoaes: "Paulus. Der Dichter Gottes" (Übersetzung)
1939 - 1947 Exil auf dem Weingut des portugiesischen Mystikers Teixeira de Pascoaes in São João de Gatão bei Amarante im Norden Portugals. Zwischenzeitlich Unterbringung in dem Bergdorf Travanca do Monte.
1939 Teixeira de Pascoaes: "Hieronymus. De dichter der vriendschap" (Übersetzung ins Niederländische mit Hendrik Marsman). Im August Aufenthalt in Bogève bei Anemasse (Frankreich). Anschließend Flucht über Spanien nach Portugal. Ankunft bei Pascoaes am 2. September.
1940 Letzte Rezension als Leopold Fabrizius am 28. April.
1941 Teixeira de Pascoaes: "Hieronymus. Der Dichter der Freundschaft" (Übersetzung).
1942 Erste eigenständige Veröffentlichung in Buchform. Der Gedichtband "Schloß Pascoaes". Erste Anregung des Amsterdamer Verlegers Meulenhoff die Erlebnisse auf Mallorca als eine Art Reiseerinnerungen niederzuschreiben.
1946 Teixeira de Pascoaes: "Verbum obscurum" (Übersetzung ins Niederländische mit Hendrik Marsman).
1947 - 1954 Wohnsitz in Amsterdam
1949 Teixeira de Pascoaes: "Das dunkle Wort" (Übersetzung).
1950 Teixeira de Pscoaes: "Napoleon. Spiegel van de Antichrist" (Übersetzung ins Niederländische mit Gerard Diels).
1951 Unterzeichnung eines Vertrages mit dem niederländischen Verleger Geert van Oorschot am 7. Mai über "Die Insel des zweiten Gesichts". Das Buch soll ursprünglich in niederländischer Sprache erscheinen. Erster Kontakt zu Dr. Peter Diederichs, der die "Insel" in Lizenz verlegen wird.
1953 Lesung auf der Herbsttagung der Gruppe 47 in Bebenhausen am 16. Oktober. Ende Oktober erscheint im Amsterdamer Verlag van Oorschot "Die Insel des zweiten Gesichts". Gleichzeitige Lizenzausgabe im Diederichs Verlag (Düsseldorf, Köln).
1954 Verleihung des Fontane-Preises für die "Insel" in Berlin. "Vigolotria" (Gedichte). Kurzer Aufenthalt in Locarno.
1954 - 1960 Verwaltung der Casa Rocca Vispa in Ascona (Schweiz), dem Anwesen einer befreundeten Mexikanerin.
1955 "Der Tragelaph" (Gedichte).
1956 "Der schwarze Herr Bahßetup. Ein Spiegel" (Roman) erscheint im Münchner Desch-Verlag.
1957 C.F.A.Bruijning/L.Lichtveld: "Surinam. Neues Leben auf alter Erde" (Übersetzung).
1960 - 1973 Verwaltung von La Colline im schweizerischen Blonay, einem weiteren Anwesen der Mexikanerin.
1962 Bewilligung einer Rente für Verfolgte des Naziregimes.
1963 "Runenmund" (Gedichte, Privatdruck)
1967 "Glis-Glis" (Erzählung)
1968 Tod der Mutter am 16. März.
1973 - 1986 Wohnsitz in Lausanne-Vennes am Rande des Genfer Sees.
1979 "Im Gläs der Worte" (Gedichte)
1984 Verleihung des Professorentitels durch die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen am 27. Dezember
1985 Verleihung des Ehrenringes der Stadt Viersen am 20. August. Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am 29. Oktober. "Gedichte und Holzschnitte" (Gedichte in bibliophiler Ausstattung mit Holzschnitten von Emil Bert Hartwig)
1986 - 1989 Übersiedlung in das Dülkener Seniorenheim St.Cornelius am 22. Oktober 1986. "Saudade" ( Gedichtband in bibliophiler Ausstattung). Jan Jacob Slauerhoff:"Das verbotene Reich" (Übersetzung).
1988 "Einfahrt in Pascoaes" ( Auszug aus der unveröffentlichten Fortsetzung der "Insel" in bibliophiler Ausstattung ).
1989 Tod am 9. April
1991 Die Zentralbibliothek Viersen erhält den Namen "Albert-Vigoleis-Thelen-Haus"