Mark di Suvero - New Star ...
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Mark di Suvero

New Star

Stahl (5 Teile), Farbanstrich

8,90 x 10,35 x 11,95 m

Entstehungsjahr: 1986 -1987

Dauerleihgabe der Stiftung Kunst und Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen

Erworben 1991 bei John Berggruen Gallery, San Francisco, Californien

Biografie (unter Grafikedition)

Rheinische Post v. 17.08.2011
Rheinische Post v. 18.05.2012

Die Stahlplastik ist eine Erfindung des 20. Jahrhunderts. Stahl gehört nicht zu den traditionellen Materialien der Bildhauerei. Seit den 30er Jahren dieses Jahrhunderts - es beginnt mit Arbeiten Pablo Picassos und seines Freundes Julio Gonzales - hat sie eine außerordentliche Entwicklung genommen, die vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg internationale Resonanz gefunden hat. Mark di Suvero hat nicht die klassische Vorbildung, die den Eisen- oder Stahlplastiker kennzeichnet. Er ist weder Schmied noch Ingenieur. Seine Studien waren eher auf Philosophie und Literatur ausgerichtet und dahin gehen seine Interessen auch heute noch. Trotzdem ist das Arbeiten mit riesigen Eisenteilen für Mark di Suvero "Handwerk", das nicht delegiert, sondern von ihm selbst nur authentisch geleistet werden kann. Die großen Skulpturen wie New Star sind also nicht als kleine Modelle entworfen und von einer Stahlbaufirma ausgeführt, sondern in allen Teilen als eigene Arbeit anzusehen. Diese Arbeit erfolgt nicht in der Weise der Bauingenieure, sondern unmittelbarer im Umgang mit dem Material, experimentell und intuitiv.

     
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Mit seinen drei Assistenten Lowell McKegney, Enrico und Matteo Martignoni bildet er ein wunderbar funktionierendes Team, in dem Einfühlung, die Verlässlichkeit der Handlungen und das Verstehen der künstlerischen Absichten maßgebend sind. Die Werkzeuge werden, selbst wenn sie als Kräne riesiges Format haben, niemals verselbstständigt, sondern immer intuitiv und für direkte Maßnahmen im künstlerischen Formprozess eingesetzt. New Star vereint expressive und konstruktivistische Tendenzen miteinander, indem das individuell vorgefertigte Material relativ einfach und unter Ausnutzung seiner strukturellen Eigenschaften zusammengefügt wird. Das expressive Moment  - lassen wir die Farbe für einen kurzen Moment außer Acht - liegt in der Zusammenstellung der eisernen T-Träger vor allem begründet, ist also keine dem Konstruieren selbst fremde Zutat.

     
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Von der konstruktiven großen Steinplastik von Erwin Heerich trennen ihn "Welten". Dennoch gelingt es beiden, auf geradezu entgegengesetzte Weise utopische Vorstellungen vom Bauen anzustiften.

 
 

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