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Verein für Heimatpflege e.V. Viersen

Gegr. 1956

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Viersener Salon


Ausstellung Stadtgeschichte in Bildern

Die Ausstellung dokumentiert die Geschichte der Ortsteile Rintgen und Viersen-Dorf im Wandel der Zeiten ebenso wie das historische gewachsene Bild der Straßen in Viersen.
Fotos, Postkarten und Stadtpläne lassen die Geschichte und die Geschichten der Orte und der dort wohnenden Menschen lebendig werden. Sie schärfen den Blick für die Spuren dieser Zeit, die noch heute überall zu finden sind.
Die Ausstellung basiert auf den vom Verein für Heimatpflege e. V. Viersen herausgegebenen Büchern zu diesen Ortsteilen bzw. zu den Viersener Straßen (Bd. 39, 41 und 44 der Schriftenreihe „Viersen – Beiträge zu einer Stadt“).
Gleichzeitig werden erstmals exemplarisch Nachlässe von Fotografen wie Ruth Kaiser und Walter Strucken gezeigt, die die Entwicklung der Stadt und ihr gesellschaftliches Leben mit der Kamera ebenso festgehalten haben wie Gert Schmitz.

Öffnungszeiten Ausstellung:
Donnerstag - Samstag: 15 - 18 Uhr
Sonntag und Feiertage: 11 - 18 Uhr
Eintritt frei
Montag - Mittwoch ist reserviert für den Besuch von Schulklassen und privaten Gruppen nach Vereinbarung.
Anmeldung bei Ursula Klemm, Tel. 02162/17106, Email: ursula.klemm@gmx.de

"Graf Zeppelin" überflog Viersen im September 1929 zweimal

Eines der Fotos, die der Verein für Heimatpflege Viersen in der aktuellen Ausstellung "Stadtgeschichte in Bildern. Historische Fotos, Postkarten, Stadtpläne - Viersen im 19. und 20. Jahrhundert" präsentiert, zieht die Blicke der Besucher besonders an. Es zeigt das Luftschiff "Graf Zeppelin" am 17. September 1929 über der Hauptstraße schwebend. Neueste Recherchen des Arbeitskreises "Stadtfotos" beim Heimatverein haben jetzt ergeben, dass der Zeppelin sogar schon eine Woche vorher völlig unbemerkt die Stadt überflogen hatte. Und das, obwohl dieses Luftschiff mit einer Länge von 236,6 Metern und einem Durchmesser von 30,5 Metern eigentlich unübersehbar war.

Hierzu kommentierte die Vereinigte Dreistädte-Zeitung am 18. September: "Nun sind wir zufrieden. Es war uns Viersenern allen nicht recht gewesen, daß das Luftschiff in der vorigen Woche so in aller Stille am frühen Morgen seinen Flug über unsere Stadt nahm, ohne daß wir ihm irgendeinen Willkommgruß nach oben senden konnten. Wir sind eben überrascht worden. Der Verdruss war um so größer, als man einige Stunden nach dem Überfliegen Viersens am Radio den festlichen Empfang in Dortmund und Münster vernehmen konnte. Jetzt haben wir das Versäumte nachgeholt. Unsere Hoffnung, daß er nach den gestern veröffentlichten, von der Stadtverwaltung und dem Verkehrsverein sowie von der Firma Kaiser's Kaffeegeschäft nach Friedrichshafen entsandten Telegrammen seinen Kurs nochmals über Viersen nehmen werde, hat uns nicht getäuscht. Gegen 9 Uhr meldete der Rundfunk, dass das Luftschiff über Aachen sei. Bald schon eilten manche ins Freie, auf die Dächer, auf die Wilhelmshöhe, auf den Bismarckturm. Alles war gespannt. Wenn er einmal von Erkelenz aus seinen Kurs die Grenze entlang, durch die Orte des Schwalmtales nehmen würde, dann wäre unsere Hoffnung getäuscht. Der über dem ganzen Gebiet lagernde Nebel würde uns die Fernsicht genommen haben! Da vernahm man gegen 10 Uhr in der Richtung M. Gladbach Sirenengeheul. Schon hob sich - die Aussicht war inzwischen etwas klarer geworden - das Luftschiff aus der Nebelwand am Horizont ab. Die Freude war bei allen, die es sahen, groß. Immer deutlicher sah man den Luftriesen, schon wurde das Surren der Motoren hörbar, bis es in dem Geläute der Kirchenglocken Viersens - St. Peter machte den Anfang - und in dem Geheul der Sirenen sich verlor. Was nur eben konnte, eilte ins Freie. Die Maschinen in den Fabriken standen still, die Schulkinder verließen die Klassenzimmer und jubelten dem ‚Grafen Zeppelin' zu. Klar und deutlich war er zu sehen, begleitet von einem Flugzeug, das sich gegenüber dem Luftriesen kaum abhob. Allzubald entschwand das stolze Luftschiff unsern Blicken und steuerte auf Lobberich - Kaldenkirchen zu. - Unsere Schuljugend sang nachher die Verse: Summ, summ, summ, Zeppelin fliegt herum, Über Aachen, über Essen, hat auch Viersen nicht vergessen, Summ, summ, summ, Zeppelin fliegt herum." Auch die Stadt Viersen bedankte sich bei der Zeppelinwerft für den Überflug. So zitiert die Viersener Zeitung vom 19. September 1929 einen Brief des Viersener Bürgermeisters Dr. Gilles an den Kapitän des Luftschiffs. Namens der Bürgerschaft sprach er "für den Besuch des ,Graf Zeppelin' den verbindlichsten Dank aus. Mit den herzlichsten Glück- und Segenswünschen für weitere erfolgreiche Arbeit auf dem Gebiete der Luftschiffahrt, die in hervorragender Weise berufen ist, unser deutsches Vaterland aus der Niederung in die lichtere Höhe einer glücklicheren Zukunft emporzuheben".
Quellen:
Viersener Zeitung vom 17., 18., und 19. September 1929, Vereinigte Dreistädte-Zeitung vom 18. September 1929


Dem Salon ist angegliedert ein kleines Café CONVIVO, in dem Sie Kaffee und Kuchen bekommen. Ebenso ist es denkbar, für den Besuch von Clubs, Freundeskreisen, Vereinen, Gesellschaften Kaffee und Kuchen oder einen kleinen Imbiss vom Chefkoch der Villa vorbereiten zu lassen. Deshalb ist es auch für Gruppen interessant, ihn zu besuchen. Selbstverständlich können wir auch eine Führung durch die Ausstellung anbieten. Hiervon haben schon viele Gruppen Gebrauch gemacht. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Gruppen sollten sich anmelden. Für Gruppen ist auch ein Besuch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

Presseberichte zur Ausstellung

Rheinische Post v. 19.01.2019
Rheinische Post v. 19.01.2019
Extra-Tipp v. 20.01.2019
Stadt Spiegel v. 23.01.2019
Viersen Aktuell v. 27.01.2019
Zeppelin:
Rheinische Post v. 16.02.2019

Rheinische Post v. 15.04.2019



Internetseite des Viersener Salons:
www.viersener-salon.de
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Geburtstags-Spenden etc. zu Gunsten des Verein für Heimatpflege Viersen bzw. der "Skulpturensammlung Viersen"  -   Rheinische Post v. 09.06.2016
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