Verein für Heimatpflege e.V. Viersen


 

Der Verein für Heimatpflege e. V. Viersen, dessen Arbeit sich auf alle Stadtteile erstreckt, wurde am 27. Februar 1956 gegründet. Inzwischen zählt er 1100 Mitglieder (Stand 26.03.2015).
Mehrere Arbeitskreise befassen sich mit Mundart, Stadtgeschichte, Textilgeschichte, Familienkunde und Denkmalschutz/Stadtentwicklung.
Ein Vorlesewettbewerb in Plattdeutsch für die Schulen aus dem Kreis Viersen gehört inzwischen seit fast 30 Jahren zur Tradition, ebenso wie die Mundart-Matinée „Maar Moot, op Platt kallt et sech joot“.

 
Schriftenreihe 'Viersen - Beiträge zu einer Stadt'<br> Band 30, Musik und Theater in Viersen von 1848 bis 1945<br> Band 28, Niederrheinische Küche<br> Band 27, Hermann Schmitz<br> Band 26, Wirke on läeve vröer mit CD.


Der Verein gibt eine eigene Schriftenreihe „Viersen – Beiträge zu einer Stadt“ heraus, in der zuletzt der 37. Band mit dem Titel „Viersen schrieb Kulturgeschichte“ erschienen ist über die „goldenen Jahre der Festhalle“, auf deren Bühne die europäische Prominenz der Orchester, Dirigenten, Kammermusiker, Schauspieler und Regisseure zu Gast war. Es handelt sich um eine bibliophile Reihe, die sich mit stadt-, industrie-, kunst- und kulturgeschichtlichen sowie ökologischen Themen befasst.

 

Zu jedem Band wird eine Vorzugsausgabe aufgelegt mit einer in limitierter Auflage angebotenen Graphik eines Künstlers (Siebdruck, Kupferstich, Lithographie, Linolschnitt, Original-Zeichnung etc.). Zu den Künstlern zählten u.a. Katrin Berger, Felix Droese, Georg Ettl, Heinrich G. Görtz, Dieter Groß, Erwin Heerich, Ruth Kaiser, Stefan Kaiser, Peter Kastner, Martin Lersch, Norbert Prangenberg, Jochem Pechau, Marianne Reiners-Maaz, Rolf Sachsse, Toni Torrilhon, Thomas Virnich, Barbara Wichelhaus und Gerhard Wind.

Vorzugsausgabe Erwin Heerich zum Band 30 der Schriftenreihe.
 

Zur Geschichte der Stadt bzw. des Niederrheins, zur Familienkunde sowie zur regionalen Kunstgeschichte sind darüber hinaus zahlreiche weitere Veröffentlichungen – außerhalb der Schriftenreihe – herausgegeben worden, wie beispielsweise zuletzt die beiden Bände von Helena Siemes und Gerd Philips mit den Titeln „Kindheit am Niederrhein“ und „Nachbarschaften und Geselligkeit am Niederrhein“.

 

Seit 1981 gibt der Verein für Heimatpflege e. V. Viersen eine Jahreskarte heraus, die an Künstlerinnen und Künstler erinnert, die hier am Niederrhein geboren sind, deren künstlerisches Werk sich auf den Niederrhein bezieht oder die hier „Spuren“ hinterlassen haben.

 
Ernst Klusen, Niederrheinisches Volkslied, illustriert von Hanns-Josef Kaiser     Gerhard Wind, Marmorrelief (Ausschnitt), Amtsgericht Viersen     Ruth Kaiser, Remigiuskirche, Alter Markt um 1959     Gustav René Hocke als Primaner 1929 am Viersener Kriegerdenkmal
 

Auf diese Weise ist eine kleine, limitierte und illustrierte Serie von Künstlerbiographien entstanden. Sie umfasst Graphiker, Maler, Bildhauer sowie einen Dichter, Goldschmied, Architekten, Fotografen, Musiker bzw. Musikwissenschaftler sowie Journalisten. Dazu gehört auch der in Süchteln geborene Schriftsteller Albert Vigoleis Thelen, der mit seinem Hauptwerk „Die Insel des zweiten Gesichts“ Literatur-Geschichte geschrieben hat und dessen Geburtstag jedes Jahr vom Verein begangen wird.

 

Pro Jahr finden ca. 60 Veranstaltungen statt, die bis zu 10.000 Besucher verzeichnen können. Dabei handelt es sich um Vorträge, Diskussionen, Exkursionen, Ausstellungen, Radtouren, Wanderungen und gesellige Veranstaltungen. Hier geht es in erster Linie darum, neue Wege zur Vermittlung von stadt- und regionalgeschichtlichem Wissen zu finden und dabei insbesondere die Jugend mit Hilfe der neuen Medien anzusprechen. Seit einigen Jahren wendet sich der Verein mit einem gesonderten Veranstaltungsprogramm an Kinder und Jugendliche.

  „Chaosmos“, Roberto Sebastian Antonio Matta Echaurren,  Skulpturensammlung Viersen, Foto: Nic Tenwiggenhorn

Der Verein hat 1989 die „Skulpturensammlung Viersen“ initiiert und betreibt deren stetige Erweiterung. Es handelt sich um eine Sammlung zeitgenössischer Bildender Kunst, die inzwischen Werke von folgenden Künstlern umfasst: Erwin Heerich, K. H. Hödicke und David D. Lauer, Mark di Suvero, Anthony Cragg, Wolfgang Nestler und Roberto Sebastian Antonio Matta Echaurren, Günter Haese und Wang Du. Die Sammlung wird von der Viersener Sparkassenstiftung, der Kunststiftung NRW, dem Ministerpräsidenten NRW, der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland, sowie von zahlreichen privaten Spendern gefördert und von Rat und Verwaltung der Stadt Viersen getragen. Jede Aufstellung einer neuen Skulptur ist begleitet von einer Ausstellung in der „Städtischen Galerie im Park“ zum Werk des jeweiligen Künstlers und einer Publikation in Deutsch und Englisch, jeweils mit einem Bestandskatalog der kompletten Sammlung. Die Website www.skulpturensamm- lung-viersen.de stellt die Sammlung mit Fotos und textlichen Erläuterungen in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Niederländisch vor. Die Sammlung ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Bildhauermuseen und Skulpturen-sammlungen e.V..
Ein Audio-Guide für Kinder bzw. Erwachsene ist in der Galerie erhältlich und eine Grafik-Edition ist zu Gunsten der „Skulpturensammlung Viersen“ erschienen.

 

Für die Belange des Denkmalschutzes, der Stadtentwicklung und der sinnvollen Stadterneuerung wirbt der Verein bereits in 7. Auflage mit dem „Viersener Bilderbogen“, der liebenswerte und erhaltenswerte Details aus dem Stadtbild der Stadtteile Viersens zeigt. Ohnehin sieht der Verein seine Aufgabe darin, sich – soweit notwendig - einzumischen, worin er in all den Jahren von großen Teilen der Bevölkerung auch bestärkt worden ist. So konnte beispielsweise auf Grund einer vom Verein veranstalteten Bürgerversammlung das Jugendstilbad an der Burgstraße aus dem Jahre 1905, eines der wenigen noch erhaltenen Jugendstilbäder, als Schwimmbad gerettet werden.

Der Verein bietet Stadtrundgänge und Stadtrundfahrten an, ausgerichtet auf die jeweiligen Besucher und deren In teressen. Auch Stadtbesichtigungen für Viersener gehören zum Programm, insbesondere für Kinder und Jugendliche, wie beispielsweise die Tour mit dem Nachtwächter durch das historische Dülken oder eine Stadtführung mit Viersener Persönlichkeiten in der Kleidung der damaligen Zeit.

Dank einer vom Verein initiierten kooperativen Mitgliedschaft gibt es seit Jahren eine enge Zusammenarbeit mit anderen Heimat- und Geschichtsvereinen der Region.
Der Verein verfügt über eine äußerst umfangreiche homepage unter der Adresse www.heimatverein-viersen.de . Dort kann man mit einem humorvollen Quiz sein stadtgeschichtliches Wissen testen, kann bei der Aufklärung unbekannter historischer Fotos behilflich sein und kann mit einer lokalen Suchmaschine Auskünfte über die eigene Stadt erlangen. Dies gilt auch für Kinder, die darüber hinaus online Puzzles mit stadtbekannten Ansichten zusammenfügen können.

  Imagebroschüre -Innenteil  
Imagebroschüre -Umschlag  

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